Biografie



SPERANZA SCAPPUCCI

Dirigentin


Speranza Scappucci ist seit der Spielzeit 2025/26 Erste Gastdirigentin am Royal Opera House Covent Garden in London. Ab 2026 übernimmt sie zudem für zwei Jahre die Künstlerische Leitung des Festivals MITO SettembreMusica in Mailand und Turin. Sie ist die erste Italienerin, die sowohl eine Opernproduktion an der Mailänder Scala als auch das Orchester der Filarmonica della Scala dirigiert hat, und war von 2017 bis 2022 Musikdirektorin der Opéra Royal de Wallonie in Lüttich. Regelmäßig gastiert sie an führenden Opernhäusern wie der Metropolitan Opera New York, der Lyric Opera of Chicago, der Staatsoper Berlin, der Opéra national de Paris, der Canadian Opera Company Toronto und der Wiener Staatsoper.

Die Saison 2026/27 beginnt mit ihrem ersten Festival als Künstlerische Leiterin von MITO SettembreMusica, dessen 20. Ausgabe unter dem Motto Harmonia steht; sie dirigiert Rossinis Stabat Mater mit dem gemeinsamen Studierendenorchester der Konservatorien von Mailand und Turin sowie dem Coro Maghini in Mailand und Turin. Sie gibt ihr Debüt am Teatro di San Carlo in Neapel mit Rossinis La Cenerentola in der Inszenierung von Damiano Michieletto und ihr Hausdebüt an La Monnaie / De Munt in Brüssel mit einer Neuproduktion desselben Werks in der Regie von Daniel Kramer.

Am Royal Opera House dirigiert sie Puccinis Il trittico in der Produktion von Richard Jones. In Paris leitet sie das Insula Orchestra und Accentus in La Seine Musicale mit Rossinis Stabat Mater und Verdis Messa di Gloria, in Lausanne dirigiert sie das Orchestre de Chambre de Lausanne und in Paris eine Neuproduktion von Berlioz’ Orphée nach Gluck am Théâtre des Champs-Élysées in der Regie von Ted Huffman mit Les Siècles; zum Saisonabschluss steht Donizettis Don Pasquale an der Opéra national de Paris im Palais Garnier auf dem Programm.

In der Saison 2025/26 eröffnete sie ihre erste Spielzeit als Erste Gastdirigentin am Royal Opera House mit Les Vêpres siciliennes und dirigierte anschließend Otello in Straßburg, Un ballo in maschera an der Opéra national de Paris, Lucie de Lammermoor an der Opéra Comique und Lucia di Lammermoor an der Mailänder Scala.

In den vergangenen Spielzeiten dirigierte sie Don Pasquale, I Capuleti e i Montecchi und Madama Butterfly in Paris, La Bohème und Attila in London, Rigoletto und La rondine an der Met in New York, sowie La traviata in München und Berlin, Turandot in Washington und Lucia di Lammermoor in Zürich und Tokio.

Während ihrer Zeit als Musikdirektorin in Lüttich leitete sie Produktionen wie Dialogues des Carmélites, Eugen Onegin, Simon Boccanegra, Aida, La sonnambula, Carmen, Manon Lescaut, Jérusalem und I Puritani. Weitere Engagements führten sie nach Zürich, Toronto, Toulouse, Wien, Dresden, Rom und Turin. Konzerte dirigierte sie in Bordeaux, Lyon, Budapest und Paris sowie mit Orchestern wie dem Los Angeles Philharmonic, dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI, den Wiener Symphonikern, dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra und der Filarmonica della Scala.

Von 2022 bis 2024 moderierte sie die Fernsehreihe La gioia della musica auf RAI 3, in der sie bedeutende Werke der Opern- und Sinfonieliteratur vom Klavier aus und mit Orchester vorstellte. Ihre Diskografie umfasst Aufnahmen bei Warner Classics, Opus Arte und Deutsche Grammophon, unter anderem mit Künstlerinnen und Künstlern wie Marina Rebeka, Saimir Pirgu und Ödön Rácz.

Speranza Scappucci wurde 2016 zum Commendatore della Repubblica Italiana ernannt und 2021 mit dem französischen Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres ausgezeichnet. Zu ihren weiteren Auszeichnungen zählen der Premio Porto Venere Donna, der Premio Margherita Hack, der Premio Vittorio De Sica, der Premio De Sanctis Europe, der Dora Award als Beste Dirigentin 2023 sowie der Premio Arte Sostantivo Femminile 2023.